Verlieren Olivenbäume im Herbst ihre Blätter?

Monday, October 5th, 2009

OlivenbaumDiese Frage habe ich mir heute gestellt, als ich unter eben diesem Baum saß, im Minutentakt eine Olive nach der anderen herunter und zum Glück nicht in mein Glas Rosé fiel und überhaupt, am 5. Oktober wird man eine solche Frage ja mal stellen können. Ich höre, in Deutschland ist es recht kühl und nass, hier auf Ibiza ist zwar windig aber warm, als wärs ein später Junitag. Eben von Candance Bushnell “One Fifth Avenue” ausgelesen und vor der Fahrt in die Stadt noch schnell die Fotos hochgeladen und für euch gepostet.

EsCucons

Seit fünf Tagen sind wir in diesem unserem Lieblingshotel hier auf der Insel, im Westen bei Santa Agnes gelegen. Traumhaft etwas oberhalb einer weiten Ebene mit Mandel- und Olivenbäumen. Nur 14 Zimmer und Suiten. Und essen, essen kann man hier, als wärs ein Sternerestaurant. Lammkarreè, frischen Fisch wie Wolfsbarsch natürlich, ibizenkische Wurst, Chorizo, Kartoffel-Gemüsekuchen…ein Traum. Einmal von diesem Platz gefangen genommen, hat man fast keinen Grund mehr, diesen Ort zu verlassen, das gemietete Auto macht auch Ferien, auf dem Parkplatz. Und wir pendeln zwischen Pool, Terrasse und Restaurant. Regen, Kälte…war da was? Alles vergessen. Weit weg. Nicht wahr. Jedenfalls nicht jetzt. Kommt schon noch früh genug. Eben noch einen Salat mit frischen Birnenstücken und Parmesanhobel gegessen sowie einen Shrimpssalat mit in Balsamicoreduktion gebratenem Spargel, frischen Spinatblättern und einem gebackenen Ziegenkäse auf einem dünnen Toast. Dazu wie gesagt Rosé und perliges Wasser. Mon Dieu!

Shrimpssalat mit Ziegenkäse

Eine Restaurantempfehlung gibts für den Ibiza-Urlaub noch gleich dazu: “El Olivo” in Eivissa in der Oberstadt. Stühle und Tische auf der Straße, Mittelmeer-Küche wie Lammhirn oder Lammkarree. Hier geht einem auch kein Autofahrer auf den Nerv, da die Oberstadt in der Saison autofrei ist aber unbedingt reservieren, sonst kann es sein, dass man anstehen muss.

Olivenbrot

Zum Schluss: Das Hotel heißt “Es Cucons”, ich teile nun das Wissen mit euch um meinen absoluten Lieblingsplatz. Ein Traumhotel und diese hideaways hat man ja nicht so gern übervölkert und in aller Munde. Aber sei es drum. Es ist zu schön, um es allein zu genießen. Und Olivenbäume verlieren im Herbst nicht ihre Blätter, denn sie sind immergrün. Ähnlich wie der Mensch seine gute Laune und sein Haar, verliert der Olivenbaum seine Blätter nur bei Stress. Wieder was gelernt.

Henzes Gourmetsalat mit Mozzarella

Sunday, September 27th, 2009

Wenn das Wetter so schön ist, wie heute in Hamburg und man nochmal draußen an der Elbe liegen kann und den Schiffen zuschaut, wie sie in den Hafen einlaufen oder die schönste Stadt der Welt wieder verlassen, dann kommt mit Sicherheit so ein Abend, an dem man was Besonderes möchte und da habe ich zwei tolle Ideen, die ich beim Fernseh-Koch des MDR abgeschaut habe. Als Erstes möchte ich den Tomaten-Spargel-Salat posten. Thats lecker Leute!

Henzes GourmetsalatWie ihr sicherlich unschwer an dem Bild erkennt, ist das ein warmer Salat, denn Strauchtomaten und grüner Spargel schmoren in der Pfanne. Aber der Reihe nach. Für 4 Leute braucht man etwa 200 gr Strauchtomaten, 200 gr grünen Spargel, 2 EL Pinienkerne, Olivenöl, Rosmarin und Thymian,  eine halbe Knoblauchzehe, Zucker, Balsamicoessig, eine süßsaure Chilisauce, Salz, Pfeffer, einen Mozzarella Käse und einen Bund Rucola. Den kann man ja jetzt wieder essen, nachdem das Mediengeschrei um einen Stängel Kreuzkraut wieder vestummt ist - war da was - erinnert sich noch jemand - hat sich irgendwas geändert im Rucola-Angebot oder hatte die Republik nur ein par Tage eine angstverzerrtes Gesicht bei jeder Gemüse-Auslage?

Welcome back Rucola! Das soll mir ein Extra-Foto mit seinen Freunden wert sein!

Rucola mit grünem Spargel, Tomaten und Zucchini

Fangen wir also an: Tomaten waschen und vierteln und die Stiele rausschneiden, beim Spargel die Stängelenden abschneiden und die Stangen in etwa 2 Zentimeter lange Stücke schneiden. Etwa 5 EL Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und Tomatenstücke, Spargel und die 2 EL Pinienkerne kurz anbraten. Den jeweils einen Rosmarin- und Thymianzweig abspülen und in die Pfanne dazugeben, ebenso die halbe kleingeschnittene Knoblauchzehe. Über alles einen TL Zucker streuen und karamellisieren lassen. Mit den 5 EL Balsamicoessig ablöschen, die Pfanne vom Herd nehmen und alles mit 4 EL süßscharfer Chilisauce, Salz und Pfeffer würzen. Dann den Mozzarella in kleine Würfel schneiden, den Rucola verlesen!!!, waschen und trockenschleudern und danach etwas zerzupfen und dabei grobe Stiele wegwerfen. Mozzarella und Rucola unter das Tomaten-Spargel-Zweierlei mischen, mit etwas grobem Pfeffer aus der Mühle würzen, die zwei Kräuterzweige herausnehmen und Voilà! servieren.

Wenn der Fernseh-Koch des MDR weiter so lecker kocht, ist es doch nur selbstverständlich, dass man immer mal wieder reinschaut in seine Sendung “Hier ab vier” - beim MDR reimt sich vieles - da kocht er jeden Tag um viertel vor 5. Der Allgäuer macht das ganz gut und hat vor allem einen Geschmack, der auch den meinen trifft.

Portulaksalat

Monday, March 9th, 2009

PortulakIKennt jemand einen Salat namens Portulak? Ich kannte ihn jedenfalls nicht, bis ich die letzte Ausgabe meiner neuen Lieblingszeitschrift “Landlust” aufgeschlagen habe und auf einer der Rezeptstrecken einen Vorschlag für Portulaksalat fand. Ich kann mich auch nicht erinnern, diesen Salat jemals in einem Restaurant oder auf einem Markt gesehen zu haben. Na, nett, dachte ich, würde ich ja gern mal essen, aber woher nehmen? Westpaket? Fehlanzeige. War ja im Westen. Würde wohl ein frommer Wunsch bleiben! Dachte ich. Aber da ich ja seit Jahren die Republik von Nord nach Süd oder früher von Ost nach Süd der Liebe wegen neu vermesse, war ich im Flieger der Intersky (wo ich das Rezept gelesen habe, wo es aber leider diese tolle Zeitschrift noch nicht im Bordsortiment gibt - statt dessen “Freundin” und “Mens health”, well….) schon mal auf den richtigen Weg, Portulak zu finden, wusste ich aber zu diesem Zeitpunkt noch nicht. Auf dem Lindauer Wochenmarkt Samstag morgen wars dann so weit. Bei einem Bauern stand neben frischer Kresse, Feldsalat und Rucola auch Portulak in einer Kiste. Gekauft. Ach ja, Japan green auch.

Japan greenSieht so aus und gehört - sagt der Bauer - eigentlich in einen Wok. Tja, ich habs noch nie gesehen, weder in Thailand, noch in Burma, in Laos oder Kambodscha, obwohl, da fällt es mir ein wenig schwer, mich außer an einen tagelangen Durchfall an irgendetwas Eßbares zu erinnern. Nee, so was gehört nicht in ein Blog, dass sich mit Kochen und Essen beschäftigt. Ich verschone euch mit meinen kulinarischen Erinnerungen aus Kambodscha.

Ich habe mich jetzt mal schlau gemacht im Netz und siehe da - es ist gar nicht so einfach etwas Belastbares und einfach Verständliches über Portulak in Erfahrung zu bringen. Eßbar ist wohl nur der sogenannte Sommerportulak - bei dem es sich hoffentlich um den von mir gekauften handelt, ansonsten “Hallo Notarzt”. Wiki schreibt, Portulak sei mit Kakteengewächsen verwandt und gehöre zur Gattung der Bedecktsamer - also das sagt mir alles nichts. Besser siehts da schon bei heilkraeuter.de aus. Portulak ist ein Gartenunkraut, das man essen kann. Na prima. Der Bauer hat seinen Garten gejätet, mir Städter was von Wok erzählt und dabei noch einen Reibach gemacht. Ganz toll öko der Wochenmarkt :-) nein im Ernst, hier steht, Portulak habe nicht nur anitbakterielle und blutreinigende Wirkung, sondern er enthält auch viele Omega-3-Fettsäuren und viele Vitamine, besonders C. Und aus eigener Erfahrung kann ich noch sagen: Er schmeckt auch. Jetzt zu Japan green: ok, hier hat mir der Bauer definitiv einen Bären aufgebunden, mag ja sein, dass man das Kraut am Bodensee Japan green nennt, sonst heißt es aber deutschlandweit Mizuna. Da habe ich jetzt eine halbe Stunde für gebraucht, um das zu recherchieren - ich glaube, ich habe hundert Bilder im Internet verglichen, bis ich eine Abbildung ähnlich meiner gefunden hatte. Mizuna habe ich jetzt gelesen, ist ein japanischer Salat, eine Kohlart, und bereichert Salate und man kann ihn auch locker bei uns anbauen, denn das Saatgut gibts mittlerweile auch in Deutschland. Ich habe also den Mizuna, Portulak, frische Kresse und Feldsalat zu gleichen Teilen gewaschen  und vermengt. Dazu gabs ein Dressing aus dem Saft einer Orange, einem kräftigen Schuss Olivenöl und einem Schuss Balsamico plus Salz und Pfeffer. Ganz, ganz toller und frischer Salat, der durch die mir unbekannten Kräuter eine richtige Entdeckung war. Ach ja, das hier ist frische Kresse, Feldsalat kennt ja wohl hoffentlich jeder.

Kresse

Totopos mit Guacamole

Monday, April 28th, 2008

Liebe Leute, was sind denn Totopos? - habe ich mir gedacht, als die “Gala” dieses Rezept veröffentlicht hat. Die Antwort ist so schlicht. Tortilla-Chips. Klar, Totopos hört sich viel origineller an, als Chips, die man auf der Couch in sich hineinstopft. Die Chips sind schnell gemacht. Aus dem Supermarkt - Lateinamerika-Regal - holt man sich fertige weiche Maistortilla-Chips, schneidet sie in Dreiecke, pinselt sie mit Öl ein und schiebt sie in den Ofen bei 180 Grad für 8 - 10 Minuten. Das macht sie nicht nur heiß sondern auch knusprig. Aus dem Ofen holen und leicht salzen.

GuacamoleFür die passende Guacamole braucht man 2 weiche Avocados, 2 EL fein gehackte Zwiebeln, 2 Chilis und 2 EL frischen Koriander beides auch fein gehackt und eine Limette. Zuerst die Avocados halbieren, schälen und entsteinen und das Fruchtfleisch in ca. 1 cm große Würfel schneiden. Die gehackte Zwiebel, den Koriander und die Chilis vorsichtig zugeben, so dass man die Avocado nicht zermatscht. Jetzt die Limette ausdrücken und den Saft untermischen, mit etwas Salz abschmecken und als Garnitur einige Korianderblättchen obendrauf packen - fertig! Viva la Mexico!

Ich persönlich habe mal vor lauter Fitness-Wahn eine Zeit lang keine Avocado gegessen, weil sie recht viel pflanzliches Fett enthalten. So dumm kann man sein! Besser als ein Schweineschnitzel sind sie allemal. Zudem enthalten sie wohl recht viel Vitamin E und einfach ungesättigte Fettsäuren (gut fürs Herz und leichter zu verdauen). Esst mehr Avocados!

Tintenfisch Salat

Tuesday, June 26th, 2007

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Mein Lieblingssalat. In Italien. In Griechenland, überall. Auch in Thailand. Immer lecker, immer anders. Tintenfisch. OK, meine Tauchkumpels killen mich für diesen Eintrag. Aber Leute, Tintenfisch ist nicht nur unter Wasser bezaubernd und überraschend, sondern auch auf dem Teller.

Dieses Bild habe ich im Hotel von Carmine in Apulien gemacht (Hoteltipp folgt in den nächsten Tagen). Frischen Oktopus geschnitten, gerupft, mit Tentakeln natürlich. Angemacht in klassischer Vinaigrette mit viel Olivenöl und stundenlang ziehen lassen. Dazu dann noch frischen Zitronensaft, Salz, groben Pfeffer aus der Mühle. Ganz wichtig, weil es einen frischen Kick gibt: Möhren drüber raspeln und eine Selleriestange schneiden. Oh je - wie sehr ich diesen Salat mag. Dazu ein Weinchen, perfekt!

bella Italia

Monday, June 18th, 2007

Ich war eine Woche in Italien und habe jede Menge kleiner Köstlichkeiten mitgebracht, die es nun nach und nach hier zu lesen und natürlich sehen geben wird. Mit Freunden habe ich eine gute Zeit in Apulien verbracht (Bari, Lecce etc.) Wer ohne Touristen Trubel auskommt und sich italienisch verständigen kann, ist hier genau richtig. Apulien gilt nicht umsonst als noch weitgehend unentdeckt.

Doch bevor ich hier all meine Marmeladen, Essigköstlichkeiten, Süßigkeiten oder Salate und Wildgerichte zum Besten gebe - hier zur Einstimmung das Abschiedsbalkon-Essen mit meinem Freund.

Antipasti mit Ceasar Salat & Parmesan

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Romana Salat ist seit einigen USA Aufenthalten als Ceasar Salat angemacht mein absoluter Lieblingssalat. Einfach kleinpflücken, Weißbrot Croutons und Parmesan drüberhobeln - fertig. Natürlich gibts dazu noch das original Ceasar Salat Dressing aus der Flasche - lecker!!! (weiter…)

Sommersalat mit Hähnchen

Sunday, June 3rd, 2007

Sommersalat mit Hühnchen….sorry, sory, sorry, ich hab fast 2 Wochen nichts von mir hören lassen - aber ich kann das erklären: Ich hatte fast eine Woche lang ein Telefonleitungs Blackout durch Fehlbedienung meiner Anlage - und da ich nachweislich nicht der Technikcrack bin, musste ich erst einen Telekom-Techniker kommen lassen, der den Fehler findet und behebt. Und all das in Zeiten des Telekom-Streiks. Das dauert…..

Aber natürlich habe ich in der Zwischenzeit weiter gekocht und - was Wunder: gegessen. Zum Beispiel einen Grünen Salat mit Obst und Hühnchenbrust. Das ist nicht aufwändig, geht schnell und an heißen Tagen ist das ein super Essen. Dazu einen leichten Weißwein….

Du nimmst einfach grünen Salat, Ananas und Kiwi, zupfen und schneiden, dazu hab ich fröhlich nach dem Motto “Kühlschrank leer” einfach ne Packung geräucherte Hühnerbrust genommen und in Olivenöl mit getrockneten Kräutern gebraten. Die Scheiben darübergeben, Dressing kann sich jeder selbst zusammenstellen. Eines meiner typischen: Ich komme aus der Redaktion und muss jetzt schnell was essen-Rezepte.