Schokoladen-Tarte mit “betrunkenen” Birnen
…sweet dreams are made of this…definitely. Sage ich, nachdem ich das erste Stück der Schoko-Tarte gekostet habe. Zwar ist erst September, aber dieser Kuchen schmeckt absolut nach Dezember, nach Glühwein, Schnee draußen und drinnen Schoko-Tarte mit einer Tasse Kaffee….
Der Kuchen ist saftig und feucht und die Birnen (auf jedem Stück eine) haben sich so voller Alkohol und Gewürzsud gezogen, dass sie den herrlichen Geschmack wieder an den Kuchen abgeben. Das Ganze schmeckt wie Weihnachten mit besonders viel Schokolade. Nix für Figurbewusste, denn schon nach einem Stück hat man das Gefühl, ein halbes Jahr Fitness-Studio war umsonst. Aber lecker ist es trotzdem!
Die Idee habe ich aus dem Birnen&Äpfel Sonderheft von “Meine Familie&ich”. Die Tarte ist ein bißchen aufwendig, alternativ kann man auch ne Backmischung aus dem Supermarkt nehmen. Dann fehlt zwar das “große” Backerlebnis - aber im Prinzip sind die Birnen das Geschmackserlebnis und der Trick. Deshalb sei die Backmischung verziehen…
…auch mir selbst :-) Denn das Original-Rezept heißt Birnen-Brownies (kreativ küche Äpfel&Birnen September 2007), ich habs aus Zeitmangel abgewandelt, indem ich eine Fertigmischung Schokoladen-Tarte gekauft habe. (Als wahnsinig vielbeschäftigter busy busy busy Journalist muss der Kuchen eben manchmal schneller fertig sein, als es das Rezept hergibt :-)
Die Schoko-Tarte wie auf der Packung beschrieben in eine runde Backform geben und in den Backofen schieben. Nach der Hälfte der Backzeit die Birnen in den noch flüssigen aber schon heißen Teig drücken und mitbacken. Das ist eine kleine Gedulds- und auch Fingerspitzen-Übung. Denn die im wahren Sinn des Wortes betrunkenen Birnen wollen eine nach der anderen umfallen im flüssigen Teig. Deshalb verbringt man die Backzeit besser vor dem Ofen, um die Biester immer wieder aufzurichten, sonst versaut es einem das Kuche-Design - und das Auge isst ja schließlich auch mit.
Birnen im Gewürz-Sud
12-16 kleine Birnen (vielleicht Williams Christ), die Menge muss in ein großes Einmachglas passen, wenn man sie nicht gleich aufbraucht.
750 ml Weisswein, 200 gr Zucker, 2 Vanilleschoten, 3 Zimtstangen, 4 Sternanis, 3 Gewürznelken, Schale und Saft von einer unbehandelten Zitrone.
Den Weisswein mit dem Zucker, den längs aufgeschnittenen Vanilleschoten, den Gewürzen sowie mit Zitronenschale und -saft aufkochen. Hitze reduzieren. Birnen schälen und von unten her mit einem spitzen Messer oder einem speziellen Kugelausstecher (aber wer hat so was schon spontan zu Hause?) Gehäuse und die Kerne entfernen. Die Birnen in den noch leicht vor sich hin köchelnden Sud geben und 15 - 20 Minuten pochieren. (Ich habe die Birnen nicht geschält, sondern mit Schale pochiert und auch in den Kuchen gesetzt. Das gibt nach dem Akühlen des Kuchens zwar eine runzlige, dunkelgelbe Farbe der Früchte, aber ich finde, das sieht recht schön aus.)
Die Birnen kann man nach dem Abkühlen ins Einmachglas füllen und an einem dunklen und kühlen Ort 2-3 Wochen aufbewahren, ohne dass sie schlecht werden. Ich habe sie aber alle gleich verarbeitet und in die Schoko-Tarte gesetzt. Den Kuchen nach dem Akühlen noch mit Puderzucker bestäuben - fertig ist die kleine Kalorien-Bombe.
EIN TRAUM. Wenn der Partner wieder mal meckert, dass mal zu viel süße Sachen isst: warum nicht einfach eine Birne dazu reichen. Muss man erstmal drauf kommen! Die ideale Verbindung für gesundheitsbewusste Schokoladen-und-Kuchen-aller-Art-Liebhaber! Ich habe gesehen, dass es ganz einfach zuzubreiten ist. Macht sich praktisch von selbst. Sagt mein Mann.
Dies ist wirklich aus der Rubrik “I could die for…” Hhmmm!!!
Da fragt man sich beim lesen ja schon, ob man nicht irgendwie auf den Kopf gefallen ist.
Weihnachtsmann Köln
Super Artikel, jetzt muss ich nur noch jemanden finden der Ahnung davon hat und mir das ganze nochmal im Detail erklären kann.
Nikolaus Köln