Chilisalat mit Thunfisch

Sunday, September 27th, 2009

Ja Leute, ich weiß, der Thun ist überfischt quasi in allen Meeren und man darf, soll und so weiter als verantwortungsvoller Konsument eigentlich keinen essen, denn viele Arten stehen vor dem Aussterben. Aber Thunfisch ist nun mal wirklich sehr, sehr lecker (wenn auch extrem fettreich) und ein ungemein gesunder Fisch. Und ich will auch 100 Jahre werden, wie viele japanische Sushi-Esser. Deshalb ist man ja auch bereit für 8 Thunfisch-Steaks 65 Euro zu zahlen, wie ich beim Fischhändler auf dem Hamburger Fischmarkt. Meine Güte, da versteht man das Prinzip von Angebot und Nachfrage.

Thunfisch-Steaks

Wenn ich das richtig überreiße, ist der von mir gekaufte Thunfisch ein Gelbflossen-Thun, denn das Fleisch wurde beim Braten nahezu weiß. Thunfisch bleibt ja sowieso - wenn man ihn nur kurz, d.h. sekundenlang erhitzt - innen roh. So esse ich ihn jedenfalls am liebsten. Den Fisch spült man unter fließendem Wasser ab, trocknet das Fleisch dann wieder und salzt es leicht, bevor man die Steaks in einer Pfanne mit sehr heißem Chiliöl etwa 10 Sekunden brät. Dann die Thunfischsteaks nochmal mit Chiliöl bestreichen und im Ofen bei 80 °C warm halten.

Dressing und Papaya-Salat

Jetzt gehts an den Salat, der aus Papayas und Zucchini besteht und der ist wirklich ein Traum. Zuerst will ich aber mal alle Zutaten auflisten, die man braucht für den Salat inklusive Thunfischsteak. Für 4 Leute kaufe man 4 Thunfischsteaks, ist ja logisch. Dazu braucht man Chiliöl, Meersalz, 2 unbehandelte Zitronen, braunen Zucker, 2 kleine reife Papayas, etwa 150 gr Zucchini (so genau muss man das aber nicht nehmen), 1 kleine rote Chilischote, süße Chilisauce, Obstessig, Mango-Chutney und frisch geriebene Zitronenschale. Bei den Zucchinis finde ich es immer ganz hübsch, wenn man nicht nur die grünen, sondern auch noch eine gelbe darunter mischt. Da die Papaya ja orange ist, geben die unterschiedlichen Farben der Zucchini dann eine farblich schöne Mischung. Das Auge… und so weiter, ihr wisst schon!

Papaya-Salat

Für den Salat die Zucchini und die Papaya in Würfel schneiden, die Chilischote halbieren, entkernen und in kleine Fitzelchen schneiden und an den Salat geben. Vorsicht, kommt man mit den Fingern an das Schoteninnere, dann anschließend auf keinen Fall ins Auge fassen oder in die Nase oder an andere empfindliche Körperteile, es sei denn, man mag außergewöhnliche Reize. Aus 5 EL Chilisauce, 4 EL Obstessig und 2 EL Mango-Chutney eine Marinade rühren und unter die Salatzutaten mischen. Das Ganze mit 1 TL Zitronenabrieb und Meersalz abschmecken. Dann die beiden Zitronen längs halbieren und in der Pfanne, in der man die Thunfischsteaks gebraten hat, 2 EL braunen Zucker karamellisieren und die Zitronen mit der Schnittstelle hineindrücken und einige Sekunden braten lassen.

Die Thunfischsteaks aus dem Ofen holen, Zitrone beilegen und den Salat anrichten. Das Ganze kommt so leicht, so Sommer, so Thai daher. Fürchterlich lecker.

Thun mit Papaya-Salat

Henzes Gourmetsalat mit Mozzarella

Sunday, September 27th, 2009

Wenn das Wetter so schön ist, wie heute in Hamburg und man nochmal draußen an der Elbe liegen kann und den Schiffen zuschaut, wie sie in den Hafen einlaufen oder die schönste Stadt der Welt wieder verlassen, dann kommt mit Sicherheit so ein Abend, an dem man was Besonderes möchte und da habe ich zwei tolle Ideen, die ich beim Fernseh-Koch des MDR abgeschaut habe. Als Erstes möchte ich den Tomaten-Spargel-Salat posten. Thats lecker Leute!

Henzes GourmetsalatWie ihr sicherlich unschwer an dem Bild erkennt, ist das ein warmer Salat, denn Strauchtomaten und grüner Spargel schmoren in der Pfanne. Aber der Reihe nach. Für 4 Leute braucht man etwa 200 gr Strauchtomaten, 200 gr grünen Spargel, 2 EL Pinienkerne, Olivenöl, Rosmarin und Thymian,  eine halbe Knoblauchzehe, Zucker, Balsamicoessig, eine süßsaure Chilisauce, Salz, Pfeffer, einen Mozzarella Käse und einen Bund Rucola. Den kann man ja jetzt wieder essen, nachdem das Mediengeschrei um einen Stängel Kreuzkraut wieder vestummt ist - war da was - erinnert sich noch jemand - hat sich irgendwas geändert im Rucola-Angebot oder hatte die Republik nur ein par Tage eine angstverzerrtes Gesicht bei jeder Gemüse-Auslage?

Welcome back Rucola! Das soll mir ein Extra-Foto mit seinen Freunden wert sein!

Rucola mit grünem Spargel, Tomaten und Zucchini

Fangen wir also an: Tomaten waschen und vierteln und die Stiele rausschneiden, beim Spargel die Stängelenden abschneiden und die Stangen in etwa 2 Zentimeter lange Stücke schneiden. Etwa 5 EL Olivenöl in einer Pfanne heiß werden lassen und Tomatenstücke, Spargel und die 2 EL Pinienkerne kurz anbraten. Den jeweils einen Rosmarin- und Thymianzweig abspülen und in die Pfanne dazugeben, ebenso die halbe kleingeschnittene Knoblauchzehe. Über alles einen TL Zucker streuen und karamellisieren lassen. Mit den 5 EL Balsamicoessig ablöschen, die Pfanne vom Herd nehmen und alles mit 4 EL süßscharfer Chilisauce, Salz und Pfeffer würzen. Dann den Mozzarella in kleine Würfel schneiden, den Rucola verlesen!!!, waschen und trockenschleudern und danach etwas zerzupfen und dabei grobe Stiele wegwerfen. Mozzarella und Rucola unter das Tomaten-Spargel-Zweierlei mischen, mit etwas grobem Pfeffer aus der Mühle würzen, die zwei Kräuterzweige herausnehmen und Voilà! servieren.

Wenn der Fernseh-Koch des MDR weiter so lecker kocht, ist es doch nur selbstverständlich, dass man immer mal wieder reinschaut in seine Sendung “Hier ab vier” - beim MDR reimt sich vieles - da kocht er jeden Tag um viertel vor 5. Der Allgäuer macht das ganz gut und hat vor allem einen Geschmack, der auch den meinen trifft.

Gebackene Baby-Artischocken

Sunday, September 27th, 2009

Manchmal will man ja vor der eigentlichen Vorspeise einen kleinen Gimmick reichen - Gruß aus der Küche-Gedöns - zum Öffnen der Herzen und Mägen. Bevor wir neulich zwei Christian Henze Rezepte ausprobiert haben (MDR-Fernseh-Koch), gabs zu einem leichten Sommer-Weißen vom Bodensee für jeden zwei im Ofen gebackene Baby-Artischocken.

Baby-Artischocken IIDa man sowieso nur das Innere und im Zweifelsfall die Herzen der Artischocken isst, habe ich sie gar nicht erst gewaschen, sondern gleich reichlich mit Olivenöl übergossen und aufs Blech und bei 180 Grad ein paar Minuten im Ofen backen lassen. Am Ende streut man je nach Gusto noch Meersalz drüber und fertig ist die Abblätterei als Gimmick. Mal im Ernst: Viel dran ist an so einer Artischocke ja sowieso nicht, von daher ist es nicht mehr als ein aufmerksamkeitsheischender Klingelton, der ein Essen einläutet.

back for good

Sunday, September 27th, 2009

Liebe Leute, ich habe lange Zeit nichts gebloggt. Es gibt eben Zeiten im Leben, da ist man so mit sich selbst und eigenen Richtungsentscheidungen beschäftigt, dass einem zwar nicht das Essen aber wohl die Lust am Kochen vergeht. Nun ist aber Schluss mit Hirn zermartern. Vorwärts zu neuen Genüssen und Sinnenfreuden. Es wird wieder gekocht!