Salat aus rohen Zucchini und Möhren

Monday, February 16th, 2009

Zucchini-Möhren-SalatHamburg machts mir nicht leicht. Es ist kalt, es ist windig, es regenet, es schneit. Warum bin ich nur im Winter hierher gekommen? Aber irgendwann wirds Frühling und dann Sommer und dann Elbe beach clubs - here i am! So lange ernähren wir uns vitaminreich und mit viel Rohkost - manchmal. Also jedenfalls nicht in der NDR Kantine, aber hin und wieder zu Hause. Here we go. Auch wieder aus dem SZ-Magazin, eine Abwandlung des Rezeptes: Gemüsesalat aus rohen Zucchini und Stangenbohnen von Tim Mälzer. Statt Stangenbohnen habe ich Möhren genommen.

Alles geht ganz einfach und schnell und es ist wirklich lecker und zu allem Überfluss auch noch gesund - glaube ich. Für einen Esser nimmt man eine mittlere Zucchini, zwei mittlere Möhren, eine große Zitrone und etwa 30 gr Pecorino. Von der Zucchini die Enden abschneiden und dann mit einem Gemüsehobel oder der Aufschnittmaschine - ja, wer hat keine Aufschnittmaschine??!! - in dünne Scheiben schneiden. Die Zucchinischeiben in eine Schüssel geben und mit Salz und Pfeffer bestreuen und massieren, sprich leicht durcheinander kneten, bis sie geschmeidig geworden sind. Die Möhren abschaben und auch in dünne Scheiben schneiden und in einem Topf mit siedendem Wasser kurz blanchieren, damit sie nicht ganz so hart sind - also eher so die Konsistenz der Zucchini-Scheiben haben. Möhrenscheiben abkühlen lassen, zu den Zucchinischeiben geben und mit dem Abrieb einer Zitrone vermischen. Aus dem Saft der Zitrone und 50 ml Olivenöl reichlich Dressing mischen, an den Salat geben und mit dem geriebenen Pecorino bestreuen. Das Dressing sieht so aus! Guten Appetit!

Zitronen-Olivenöl-Dressing

Hamburg

Monday, February 16th, 2009

Baustelle ElbphilharmonieHeute auf dem Weg zu den Deichtorhallen - wir haben uns die Ausstellung “Junge deutsche Fotografie Gute Aussichten 2009″ angesehen - habe ich schnell ein Foto von der Baustelle der Elbphilharmonie gemacht. Aus der Ferne. So viele Kräne gabs in der Nachwendezeit in Leipzig auch. Die haben damals Shoppingcenter gebaut. Da ist mir so ne Philharmonie schon lieber. OK, diese Kräne bauen nicht alle die Philharmonie, sie bauen auch viel zu teure Eigentumswohnungen und Bürohäuser - alle mit Traumblick. Aber Hamburger Wetter ist toll oder?! Hier wird nicht gemeckert, dafür ist diese Stadt viel zu großartig!

Schönste Sauce der Saison

Monday, February 16th, 2009

Gemüseauflauf

Neulich habe ich mir einen Gemüseauflauf gemacht mit Roter Beete und jeder, der bereits mal mit Roter Beete gekocht hat, weiß, da wird selbst Weißkohl rot. Der Saft des Gemüses ist so intensiv, der färbt alles, bis hin zum Ende des Ernährungskreislaufes. Doch ich will lieber über den Anfang des Ernährungskreislaufes schreiben. Ist einfach appetitlicher. Im Übrigen habe ich einige neue Kollegen zum Borschtsch-Essen eingeladen, dieses Rezept kommt demnächst. Ich liebe russische Suppen und besonders Borschtsch.

Doch zurück zum Gemüseauflauf. Neben Roter Beete habe ich mich - farblich passend - zu rotem Pfeffer hinreißen lassen, der fotografiert sensationell aussieht, wie ich finde. Er ist natürlich nicht so scharf wie schwarzer, sondern eher ein milder Vertreter seiner Sorte. Vom Aussehen her erinnert er mich stark an Preiselbeeren oder wie wir neudeutsch sagen: Cranberries oder vielleicht an Ebereschen-Beeren.

roter PfefferIn den Auflauf kam alles, was noch an Gemüse im Kühlschrank war. Mangold, Möhren, Zucchini und Auberginen. Überbacken habe ich dann alles mit einem Rest Bergkäse, nachdem ich das Gemüse zuvor kräftig gewürzt und in 250 gr creme fraiche angerührt hatte. Ein deftiger Genuss! Doch der eigentliche Grund dieses Eintrages, das sagt schon die Überschrift war die Sauce, die sich am Grund der Auflaufform gebildet hatte. Ein ölig-sahniger Traum in rosé. Rote Beete färbt eben alles…..

rote Sauce

Das wollte ich euch nicht vorenthalten.

Neulich bei den Briten

Sunday, February 15th, 2009

Kuchen in London II

Eben fand ich noch zwei Bilder, die doch zu göttlich sind, als dass ich sie nicht posten sollte. Wir waren neulich in London und in der Nähe Oxford street - oder war es Regent street? - in einem Cafe - in dem wir eigentlich immer Station machen, wenn wir da lang schlendern und die Tüten knallvoll sind - wie das Cafe übrigens meistens auch. Für Londoner Verhältnisse göttliche Kuchen und Torten, aber ich glaube, die Inhaber sind auch Italiener. Leider habe ich den Namen vergessen, aber beim nächsten Besuch schaue ich mir die Leuchtreklame besser an. Vielleicht Caffe Concerto….??

Kuchen in London I

Erdbeer-Tiramisu

Tuesday, February 3rd, 2009

frische ErdbeerenFrühling im Winter, schuld daran ist die Sehnsucht nach Sonne, nach draußen sitzen, nach T-Shirt. Ich will endlich keine tränenden Augen mehr haben vom kalten Wind, keine Handschuhe mehr anziehen müssen. Deshalb habe ich ein Erdbeer- Tiramisu gemacht - ich sage euch lieber nicht, wo die Erdbeeren um diese Jahrszeit herkommen. Meine Klimabilanz für dieses Dessert ist ein Fiasko. Aber was willste machen, mein Obst- und Gemüsehändler hatte diese praktischen Kohlendioxid-Bilanz-Zertifikate gerade nicht mehr vorrätig…Als erstes Bild will ich euch mit einem Erdbeer-Stillleben vor Winterlandschaft locken, dass ich vor unserer Terrassentür gemacht habe, da war das Tageslicht einfach am besten.

Das Rezept ist eigentlich ganz simpel und um ehrlich zu sein, es ist wirklich ein Sommer-Rezept. Denn reden wir nicht drumrum, Erdbeeren schmecken im Februar einfach nicht wie Erdbeeren und kommen sie auch aus Ländern wie Tunesien oder Marokko um diese Jahreszeit. Jeder von uns weiß, dass das meiste Obst von dort unten weder jemals einen Sonnenstrahl gesehen hat, noch die Wurzeln ins Erdreich strecken durfte. Alles wächst unter Plastikplanen oder unter Glas in Nährlösungen und so schön es auch ist, Erdbeeren Anfang Februar kaufen zu können, es macht einfach wenig Sinn. Plädoyer fürs saisonale Essen. So. Jetzt aber zum Rezept.

Erdbeeren mit Puderzucker

Für ca. 6 Portionen braucht man 500 gr Erdbeeren, 100 gr Puderzucker, 200 gr Sahne, 500 gr Mascarpone, 2 EL Eierlikör, 250 gr Löffelbiskuits, 350 ml Orangensaft und Kakaopulver zum Bestäuben. Die Erdbeeren waschen, putzen und in kleine Stücke schneiden, in einer Schüssel mit der Hälfte des Puderzuckers bestäuben wie auf dem Foto oben. Dann die Sahne steif schlagen, die Mascarpone (heißt es den oder die M.?) mit dem restlichen Puderzucker und dem Eierlikör in einer Schüssel glatt rühren, die Erdbeerstücke und die Sahne unterheben - und sofort kosten! Wer da widerstehen kann, hat meinen größten Respekt! Göttin, ist das lecker. Eine eckige Glas- oder Porzellanform mit 2 EL Erdbeer-Mascarpone-Creme ausstreichen. Die Biskuits kurz in Orangesaft eintauchen und nebeneinander in die Form schichten. Die Hälfte der Creme darauf verteilen und wieder eine Lage getränkter Biskuits darauflegen. Zum Schluss die restliche Creme glatt verstreichen. Nun alles mit Frischhaltefolie abdecken und mindestens 2 Stunden ab in den Kühlschrank, damit alles durchziehen kann. Kurz vor dem Servieren Folie abnehmen und das Tiramisu durch ein Sieb dick mit Kakaopulver bestreuen. Portionsweise anrichten und vielleicht mit Erdbeersauce oder übrig gebliebenen Erdbeeren garnieren.

TiramisuDas Tiramisu war dann aber doch leckerer, als es auf diesem Bild aussieht. Da hat mich die Fotografen-Fortune etwas verlassen oder der Blitz mir einen Streich gespielt.