Wednesday, January 28th, 2009
Wenn man schon in Hamburg wohnt, was liegt da näher, als Silvester mit Freunden am Meer zu verbringen und aus diesem festlichen Anlass einen Käsekuchen mit Sauerkirschen zu backen?! Genau, nichts! Deshalb habe ich es ja auch getan. In großer privater Runde haben wir Silvester gefeiert und jeder hat was zu essen oder zu trinken mitgebracht, damit der Gastgeber im holsteinischen Anwesen El Mare nicht neben den hungrigen Gästen auch noch die komplette Hatz mit Getränken und mehrgängigem Menü hat. So eine Horde verwöhnter Gaumen zu entertainen, war sicherlich schon eine Lebensaufgabe. Da will man ein netter Gast sein!
Also habe ich in unserem schicken Ferienhaus - www.ostseeferiendorf.de - die voll ausgestattete Küche bemüht. Für den Teig braucht man 150 gr Mehl, einen halben TL Backpulver, 1 kl. Messerspitze Salz, 75 gr Zucker, 1 Päckchen Vanillezucker, 1 Ei, 75 gr weiche Butter und Mehl für die Arbeitsfläche sowie Butter für die Form. Dann geht alles relativ einfach. Denn man muss nur alles miteinander verrühren und auf der mit Mehl bestreuten Arbeitsfläche zu einem glatten Teig verkneten, dann ausrollen und in die gebutterte Springform legen. Wichtig ist, dass man einen Rand formt. Das Ganze dann mit Backpapier auskleiden und mit Hülsenfrüchten bestreuen und 10 Minuten im auf 200 Grad vorgeheizten Ofen backen.

Warum um Himmels willen soll man aber - ich habe Erbsen genommen - Hülsenfrüchte in die Backform auf das Backpapier geben? Darüber haben wir uns das Hirn zermartert. Und jetzt bin ich endlich im Netz auf die Antwort gestoßen. Wegen des sogenannten Blindbackens. Heißt: Die Erbsen, Bohnen whatsoever dienen dem Beschweren des Teiges, wenn ein Rand bestehen bleiben soll in der Form, aber die Füllung auf den gebackenen Boden erst im Nachhinein draufkommt wie bei meinem Käsekuchen! Blindbacken im Sinne von Blindfüllung, damit der Boden schön flach wird, im Sinne von Ersatzfüllung. Wieder was gelernt. Ich dachte nämlich zuerst, dass die Hülsenfrüchte Feuchtigkeit aufsaugen sollen - warum auch immer ich dies gedacht haben mag. Blindgedanke sozusagen.
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Tuesday, January 20th, 2009
Ich finde, Freitag sollte generell Feiertag werden, nicht, weil ich freitags nicht arbeiten möchte - das kommt nur dazu - nein, weil Freitag das SZ-Magazin erscheint. Woll. Denn darin findet man mit schöner Regelmäßigkeit ein kleines Schmankerl, geh, seids so guad, verzeihts mir des Wortspiel*, gell - 3 Dinge, aus welchen man ein kleines leckeres Dreierlei zaubern kann. Diesmal: Gefüllte Datteln im Schinken-Mantel. Eine kleine aber feine, würzige (nach 8 Stück sehr satt machende) Delikatesse - sorry, aber ich als Koch muss doch alles aufessen und da war niemand, mit dem ich mir das teilen konnte…… Bevor man mit dem fröhlichen Dreierlei loslegt, heize man den Ofen auf ca 200 Grad. Dann nehme man pro Person zwei große Bio-Datteln, schneide die an der Seite auf und fülle sie mit Parmigiano-Reggiano, isse Parmesane Käse, kanne sein aus die Käse-Theke, kanne sein aus die Käse-Regale - isse egale. Dann wickele man ein Stück Schinken oder Schinkenspeck um die gefüllte Dattel und schiebe die Kreationen in den Ofen. Halt: Vorher mit einem Zahnstocher durchdringen, so dass der Schinken sich nicht abrollen kann. Zack ab in den Ofen. Nun ein paar Minuten - vielleicht so 5 - 10 - brutzeln lassen und heiß servieren. Ich habe mir zu diesen Sticks ein Glas Sollatio gegönnt, sizilianischer Bio-Rotwein, 2006. Nicht schlecht!

Die SZ erscheint im süddeutschen Raum, daher meine Verballhornung (eines meiner Lieblingswörter) der bajuwarischen Mundart. Des is net bes gmoant!
Tuesday, January 20th, 2009
…leicht fast-erkältet, habe ich mich heute Abend für was feurig-vegetarisches entschieden. Ich will jetzt keine Verallgemeinerung treffen Männer, aber viele werden wissen, wovon ich spreche. Nämlich, wie es ist, wenn ein Mann sich krank fühlt. Weltuntergang ist vorsichtig umschrieben. Geht rein gar nichts mehr. Aua. Och nee, ich muss mich hinlegen. Mein Kopf, tja, wahrscheinlich ne Grippe, ja, ich fühl mich auch so schlapp, keine Ahnung, wo ich mich angesteckt haben kann. Naja, ich war gestern ne Stunde laufen, vielleicht sollte ich es nicht gleich übertreiben mit der Fitness-Frühlings-Kur. Aaaach, ich fühl mich gar nicht gut……so bin ich - ich gebe es zu.

Also, ruck zuck, ab in den Alnatura-Supermarkt - baoh Hammer, was es in so einer Weltstadt wie Hamburg alles gibt. Den Gemüsestand geplündert und zu Hause - zack - ab in den Wok. Möhren, eine rote Paprika, Brokkoli und eine Zucchini mehr oder weniger fein geschnitten, nicht gedünstet und nicht blanchiert, sondern roh ins heiße Sesamöl. Immer wieder umgerührt und so en passant ein wenig Chilipaste, ein wenig Salz und Pfeffer und ein wenig Pataks mildes Curry drangerührt und schon ist ein zwar scharfes - aber das ist gut bei einer Fast-Erkältung - aber leckeres und gesundes Asia-Essen fertig. Mjam mjam, love you for long time!
Monday, January 19th, 2009
und ein excuse….ich habe fast 4 Monate nichts geschrieben und trotzdem haben einige immer mal wieder reingeklickt und mein schlechtes Gewissen in schier unerreichbare (ich dachte nie, dass ich sooo ein schlechtes Gewissen überhaupt haben könnte :-)) Höhen katapultiert. Jetzt soll es aber wieder los gehen. Ich habe wieder eine Küche - zumindest eine, in der das Kochen Spaß macht - und ich habe einen Ort, an dem ich mich wieder wohl fühle. Tschüß Pleiße - willkommen Elbe! Ich bin von Leipzig nach Hamburg gezogen, das ist ein Tausch, was?!!! Aber, dass da keine Ressentiments aufkommen: Ich liiiiiieeebe Leipzig und die Menschen dort und vor allem all meine Freunde, meine Kollegen im erfolgreichsten Boulevard-Magazin der Republik - I’ll keep watching you from a distance guys!! - meine Lieblings-Bar, das Barcelona, den Auenwald und den Cossi….ach, aber Abwechslung ist die Würze des Lebens und jetzt freu ich mich, in Hamburg zu sein. Nach 6 Wochen habe ich so langsam das Gefühl, anzukommen. Und wer des Öfteren umgezogen ist, wird wissen, wie sich das anfühlt. Bei mir ist es das 12. Mal in 22 Jahren, seit ich von zu Hause auszog, mein Leben zu leben. Wow, ganz schön oft….aber definitiv mit abnehmender Tendenz. So, nun Hamburg. Ein Traum, kalt und windig. ich denke, wir finden schon noch zu einander. Mein Lieblingsplatz bislang: U 3 Haltestelle Baumwall, rausgehen, gucken. Gucken auf den Hafen, auf die Schiffe, die Containerschiffe, die Ausflugsboote, die Linienboote….Nun bin ich nicht zum ersten Mal in Hamburg, aber dieser Blick aufs Wasser, diese riesigen Schiffe - ich bin neulich mit so ner Touri-Ausflugsbarkasse an einem chinesischen Super-Containerschiff entlang gefahren, das ist dermaßen beeindruckend, das hat so viel Weite, Sehnsucht, so viel Großes, so viel Hans Albers. Himmel, ich werd noch zum Poeten bei all dem Wasser, Zeit für ein Glas Rotwein.
Fazit: Entschuldigung für das Blog-Schweigen und vamos!