Mangold Quiche

Sunday, March 30th, 2008

Mangold StrunkPremiere für Mangold in meiner Küche. In letzter Zeit ertappe ich mich immer öfter dabei, dass ich durch die Gemüseabteilung schleiche und denke, was hast du denn noch nicht gemacht, ach, das Gemüse kennste, jenes Obst hängt dir schon zum Hals raus, immer auf der Suche nach was Neuem. Dabei bin ich jetzt mal bei Mangold hängengeblieben. Tja, was soll ich sagen, ich habe keine Ahnung, warum ich das bis heute noch nicht gegessen habe. Also ran an den Strunk. Aber was macht man damit? Konfuzius …äh Lichter sagt. Mangold Quiche. Das Ganze sieht lecker aus, zumindest in der “kreativ küche” und scheint nicht ganz unkompliziert zu sein - egal. Das fängt schon damit an, dass ich gar keine Quiche Form besitze, geschweige denn mir klar ist, was eine Quiche Form ist und wie sie aussieht. Dann wird eben improvisiert. Neulich in Berlin im Cafe der Kunstwerke in der Auguststraße habe ich auch eine leckere Quiche gegessen und da ich mich erinnere, dass die Form kuchenähnlich war, nehme ich meine runde Springform, das ist jetzt meine Quicheform. Lichter sagt, für 4 Portionen - na gut, dann esse ich diese Woche eben nur Quiche - braucht man für den Mürbeteig 250 gr Mehl, eine Prise Salz, 125 gr Butter und ein Ei. Für den Belag eine Staude Mangold (sieht viel aus, fällt aber total zusammen), eine Zwiebel, zwei Knoblauchzehen, 2 El Olivenöl, Salz, Pfeffer, Muskatnuss, die abgeriebene Schale von einer unbehandelten Zitrone, 200 gr Schlagsahne, 100 ml Milch, 4 Eier, 80 gr Gruyere Käse und Butter für die Form zum Einfetten. Mit dem Teig gehts los. Das Mehl mit dem Salz mischen und in die Mitte eine Vertiefung drücken. Die kalte Butter in Stückchen drumherum legen und das Ei in die Mulde geben (ohne Schale, ja, ich wollte es nur sagen, vorsichtshalber). 50 ml lauwarmes Wasser dazuschütten und alles schnell zu einem Teig kneten. Eine Kugel formen und ab in den Kühlschrank für mindestens 30 Minuten. (weiter…)

Grüner Spargel mit Kalbsschnitzel

Thursday, March 27th, 2008

Grüner SpargelMy very own special creation. In der neuen Karstadt Feinschmecker Abteilung hier in Leipzig habe ich mir 2 Kalbsschnitzel aus der Oberschale und ein Pfund grünen Spargel geholt. Keine Ahnung, was daraus werden könnte, da habe ich nach der nächstbesten Lösung gesucht und beides zusammen zu einem Gericht verarbeitet. Ich machs kurz: Hammer!!!! Die Schnitzel sachte klopfen, salzen, pfeffern und in ein wenig Mehl wälzen. Oh je - ich habe einen Fehler gemacht. Eben habe ich in einem Blog gelesen, dass man gutes Fleisch - und Oberschale vom Kalb ist ziemlich gutes Fleisch - niemals klopfen darf. Ich Dussel, ich habs nicht gewusst. Aber, um ehrlich zu sein, ich glaub, so wahnsinnig hat es dem Fleisch nicht geschadet, dass ich es ein wenig gehauen hab. Dann in einer Pfanne ein wenig Butterschalz auslassen und die Schnitzel von beiden Seiten etwa 4 Minuten braten, schön dünn geschnitten sind sie sowieso sofort durch. Den Spargel in einen Spargeltopf mit - ich sag mal kniehoch - gesalzenem Wasser geben, das Wasser zum Kochen bringen und den Spargel bissfest dünsten. Und dann gehts ganz schnell. Kalbfleisch auf einen Teller, reichlich Zitrone auf das Fleisch pressen, den gedünsteten Spargel dazulegen, ausgelassene Butter über den Spargel geben und frischen, gehackten Koriander auf das Fleisch streuen. (weiter…)

Schoko-Küchlein

Monday, March 24th, 2008

Schoko-KüchleinIch bin auf Lichter-Kurs, aber eher zufällig als gezielt. Als ich das neue “kreativ küche” Heft durchgeblättert habe, bin ich bei vier Backrezepten hängengeblieben, schaue ich näher hin: Horst Lichter Rezepte. Ich glaub, ich muss mal nach Rommerskirchen in sein Restaurant. Da trifft es sich gut, dass ich demnächst sowieso bei Freuden in Köln und in der Eifel bin, da liegt Rommerskirchen ja geradezu auf dem Weg. Also diesmal Schoko-Küchlein, kleine Portion Süßes zu Ostern, raffiniert in Espresso-Tassen gebacken und gereicht. Für 6 Küchlein braucht man 130 gr Mehl, einen TL Backpulver, eine Prise Salz, 40 gr Zucker, ein halbes Päckchen Bourbon-Vanillezucker, 40 ml Pflanzenöl, 1 Ei, 100 gr Vollmilch-Joghurt, Fett zum Einfetten der Tassen, Schokoladen-Stückchen und Puderzucker zum Bestäuben. Das Mehl in einer Schüssel mit dem Backpulver, Salz, Zucker und Vanillezucker mischen. Das Öl mit dem Ei und dem Joghurt verrühren. Danach mit einem Löffel die Mehlmischung unter die Joghurt-Masse rühren, bis alles glatt vermengt ist. Nun den Ofen auf ca. 175 Grad vorheizen und die Espresso-Tassen (wichtig ist schon, dass sie absolut hitzebeständig sind, sonst krachen sie beim Backen auseinander - nein, das ist mir nicht passiert :-) einfetten. Ich nehme dazu immer Butter. (weiter…)

Steinpilz Risotto

Saturday, March 22nd, 2008

Steinpilz-RisottoJetzt ist es fertig und auch schon gegessen. Und ich finde, bei Risotto fragt man sich ja immer. Was gibts denn dazu? Aber neulich war ich bei einer Freundin zum Abendessen eingeladen und ihr italienischer Freund hat gekocht. Benito aus Venedig. Konnte nur ein kulinarisches highlight werden, das war vorher klar. Also während wir im Esszimmer sitzen und eine Flasche Wein nach der anderen in Leergut verwandeln, steht Benito am Herd und rührt und rührt und rührt ein so was von leckeres Risotto an. Da gabs gar nix dazu. Nur Risotto und seitdem ist mir klar, zu Risotto gibts gar nix, außer einem guten Glas Wein. Punkt. So wars nun auch bei meinem Steinpilz Risotto. Im Übrigen ist mir nach meinem zweiten Versuch, Risotto zu fotografieren, klar geworden, dass man Risotto auch nicht annähernd so lecker fotografieren kann, wie es schmeckt. Irgendwie siehts immer nach Pampe aus, oder?!

Aber es schmeckt nicht so - und hier kommt die Kochanleitung! Ich habe für 2 Portionen 300 gr Risotto Reis genommen, 1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe, Olivenöl, Butter und ca. einen dreiviertel Liter Gemüsebrühe (instant), 50 gr getrocknete Steinpilze, ein Glas Weißwein, Salz, weißen Pfeffer und etwas Parmesan (eigentlich). Die Version, die ich hier koche, geht zurück auf Lichter (Horst, der Fernseh-Schnurrbart-Koch). Zuerst die kleingehackte Schalotte und den Knoblauch in einem guten Stück Butter und 3 EL Olivenöl anschwitzen. Dann wird der Reis in die Pfanne dazu gegeben und verrührt. Den Reis so lange anschwitzen, bis er glasig wird. Die Steinpilze, die man mindestens 3 Stunden vorher in etwas Wasser einweichen sollte, dazu geben und das Glas Weißwein auch. Und rühren, rühren, rühren, bis die Flüssigkeit ganz vom Reis aufgesogen wurde. Jetzt kommt die Brühe an die Reihe und zwar Kelle für Kelle. Immer wieder eine Kelle in die Pfanne dazu geben, rühren, rühren, rühren und wieder eine Kelle dazu. Nach ca. 20 Minuten sollte der Reis gar sein, die Brühe alle und es geht ans Verfeinern. Am besten man probiert einen TL, der Reis sollte noch etwas Biss haben. Ganz zum Schluss ein Stück Butter unterrühren und wer mag, kann dann noch etwas Parmesan darüber streuen. Ich habe 8 Monate gereiften Pecorino genommen und darüber geraspelt. Mannomann, war das gut!

Steinpilz Risotto

Friday, March 21st, 2008

SteinpilzeEndlich Ostern. 4 Tage frei. Zeit, um zu kochen, zu genießen. Heute Abend gibt es Steinpilz Risotto. Und während ich die getrockneten Steinilze - ist ja nicht unbedingt Saison im Wald - in einer Schale ein paar Stunden einweiche, backe ich im Ofen gerade Mokka-Muffins nach Horst Lichter. Die kommen dann als nächster Post hierher. Aber erst mal ein Bild der Steinpilze. Ich finde, die allein sehen schon so erdig lecker aus, dass das Risotto nur ein Hit werden kann! I’ll keep you updated!

Gebackene Carmine mit Tomaten & Kürbis

Thursday, March 20th, 2008

Carmine, so hieß mal ein Hotelier in Apulien, bei dem ich vergangenen Sommer gewohnt habe. Und jetzt finde ich doch am Gemüsestand 3 rote Chicorees, die sich auch Carmine nennen. Stolz steht auf der Verpackung, das Gemüse sei “eine glückliche Verbindung zwischen der Endivie und der Chioggia, der roten italienischen Endivie”. Naja, toller Werbetext, ist trotzdem roter Chicoree. Frische Tomaten, rote Zwiebeln, angebratener Kürbis sowie Knoblauch und etwas Rosmarin dazu und überbacken - geht schnell und ist lecker.

Auflauf rohDas Bild zeigt die Roh-Version von oben fotografiert, dummerweise hat sich die Carmine ganz unten versteckt. Aber ich schwöre - ist ein roter Chicoree. Ich habe die 3 Chicoree mit einem Messer der Länge nach geteilt und die Hälften in einen viertel Liter Brühe kurz aufgekocht, so dass das Gemüse nicht mehr knackig roh, sondern weich ist, weil ich es noch überbacken wollte. Zuerst habe ich ca. 250 gr. Hokkaido Kürbis geschält und in 1 cm große Stückchen geschnitten und gemeinsam mit 3 (!) Zehen Knoblauch angebraten. Danach 5 kleine Tomaten geviertelt, eine mittlere rote Zwiebel in Ringe geschnitten, dazu ein wenig frisches Rosmarin gehackt und über den/die/das Carmine gegeben. Ach ja, die Brühe, in der ich der/die/das Carmine aufgekocht habe, die habe ich weggeschüttet. (weiter…)

Sauerkraut Puffer mit Kümmelschmand

Monday, March 17th, 2008

Keine ganz leichte Sache - aber unglaublich lecker, wenn man sie quasi aus der Pfanne heraus isst. Kartoffelpuffer kennt ja jeder - aber Sauerkrautpuffer….also das war heute Abend so lecker, die mache ich beim nächsten Freunde-Bekochen gleich für eine größere Runde.

Sauerkraut-Puffer

Was für ein entspannter Gedanke, da isst man Puffer und tut gleichzeitig was für seine Darmflora…wegen des Krautes. Aber im Ernst: Sauerkraut ist reich an Vitamin B12 (für die Blutbildung) und Vitamin C und die Milchsäurebakterien, die durchs Gären entstehen, sind gut für den Darm. OK, kommen wir zu den Puffern. Für ca. 10 Puffer braucht man etwa 250 gr mehlig kochende Kartoffeln, 250 gr Sauerkraut, 2 Lauchzwiebeln, 2 Koblauchzehen, einen TL Tomatenmark, 1 Ei, 2 EL Mehl, Pfeffer, Salz und Butterschmalz. Zuerst die Kartoffeln fein reiben und das dabei entstandene Wasser wegschütten. Die Zwiebeln waschen, putzen und in feine Ringe schneiden. Knoblauch in dünne Scheibchen schneiden. Dann das Kraut, den Knoblauch, die geriebenen Kartoffeln, das Mehl, Tomatenmark und das Ei verrühren, salzen und pfeffern. Jetzt kommt der Schmand an die Reihe. Einen TL Kümmel ohne Fett in einer Pfanne anrösten und hacken. Für die Schmandmischung braucht man 200 gr Schmand, 50 gr Schlagsahne und 2 TL süßen Senf und dann noch etwas gemahlenen Kümmel. Den Schmand mit der Sahne und dem Senf verrühren, mit dem gerösteten Kümmel, Salz und gemahlenem Pfeffer & Kümmel vermischen. Fertig. In einer Pfanne Butterschmalz heiß werden lassen und pro Puffer jeweils einen EL Puffermasse hineingeben. Von jeder Seite bei mittlerer Hitze ca. 3-5 Minuten goldgelb braten lassen. Bei mir passen nur 4 Puffer in eine Pfanne, deshalb habe ich die schon Fertigen im Ofen warm gehalten. Pro Portion 4 Puffer aufeinander schichten und mit Schmand übergießen. Kümmel darüber streuen. Essen! Genießen!

Kürbis-Kartoffel-Püree

Sunday, March 16th, 2008

Nachdem ich vergangene Nacht bei “Leipzig liest” verbracht habe und dann noch bis 2 Uhr morgens im Rathaus zu Musik von “Shantel” und dem Bukovina Club Orkestar getanzt habe, ist heute das gemütliche Sonntags-Frühstück ausgefallen. Kinder, das war aber auch ne super Party - ich sag nur Disko Disko Partizan - also wer auf Balkan Pop steht, sollte unbedingt zu “Shantel”s nächsten Konzerten fahren. Hammer! Naja und “Leipzig liest” während der Buchmesse ist sowieso ein Muss! Sascha Stanisic, Clemens Meyer und zum guten Schluss Bruci Baby mit Laufstegtraining im Leipziger Rathaus - well, wers mag - unterhaltsam ist es allemal. Also, all das sind gute Gründe, heute mit was Deftigem den Tag zu beginnen, irgendwie war das letzte Becks gestern auch schlecht!

Kürbis-Kartoffel-PüreeAlso gabs Kürbis-Kartoffel-Püree mit Salbei-Butter. Dazu braucht man für 2 Portionen etwa 350 gr Hokkaido Kürbis, 250 gr mehlig kochende Kartoffeln, je einen Zweig Thymian und Rosmarin, eine Zehe Knoblauch, Salz, 150 ml Milch, einen TL Tomatenmark, Pfeffer und einen EL frische Salbeiblättchen, 50 gr Butter und zum Schluss noch eine Zweig frischen Salbei zur Dekoration. Den Kürbis schälen und Kerne sowie faseriges Feisch entfernen, in ca. 1 cm große Stücke würfeln, ebenso die geschälten Kartoffeln. Thymian- und Rosmarinblättchen waschen und klein hacken, ebenso den Knoblauch. Alles zusammen in einen Topf geben und 200 ml Wasser angießen, salzen. Alles bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen und 15 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Dann dürften sowohl Kartoffeln als auch Kürbis weich sein. Das Wasser abgießen, dafür die Milch und den TL Tomatenmark unterrühren. Mit einem Kartoffelstampfer die Masse sehr fein zerkleinern. Ich habe keinen Kartoffelstampfer, also habe ich den kleinen feinen Zauber-Pürierstab hineingehalten, der tuts genau so. Das Püree salzen und peffern. Die Butter bei kleiner Hitze in einer Pfanne zerlaufen lassen, bis sie etwas braun ist, die Salbeiblättchen dazugeben und ein wenig anbraten. Das Püree in eine Schüssel geben, mit der Salbeibutter überträufeln und den Zweig frischen Salbei als Deko dazu legen. Dazu passt zum Beipiel - mein Beinahe-Lieblingsfleisch - Lammkotelett. Man kann die Schüssel aber auch ohne Fleisch leer essen, so wie ich es gemacht habe. Lecker Sonntags-Mittag-Couch-Fernseh-Gericht. Und dazu Bukovina-Musik gehört und von gestern Nacht geträumt.