Wednesday, January 30th, 2008
Hilfe, ich habe für dieses Rezept keinen passenden Namen gefunden. Und das kam so: Als ich im Oktober in Berlin zum Kommunikationskongress war und alle Seminare abgearbeitet hatte, blieb noch Zeit zum Schlendern und Kaffee trinken. Und so bin ich, wie immer wenn ich in der Stadt bin, die Alte Schönhauser in Mitte hoch geschlendert, um in meinen Lieblings-Kochbuchladen zu gehen. Nennt sich Kochlust - die kulinarische Buchhandlung. Hier könnte ich Stunden zubringen beim Blättern, Stöbern etc. Im Oktober also habe ich mir, neben einigen Tischkärtchen, 2 neue Bücher mitgenommen. Eines über Terrinen und Pasteten und eines über Cakes und Kuchen. Letzteres führte zum o.g. Namensproblem. Wie nennt man eine herzhafte Cake? Pastete? …ich weiß es nicht. Egal, wie es heißt - es schmeckt!
Links ist das vom Namen her schwierige Teil abgebildet und rechts das Buch. Das Rezept ist denkbar einfach. Für die Grundmasse braucht man 180 gr Mehl, 100 ml Öl, 1 Päckchen Backpulver, 100 ml fettarme Milch, 100 gr Gruyere am besten fein gerieben, 3 Eier sowie Salz und frisch gemahlenen Pfeffer. Gruyere ist ein schweizer Käse, ich möchte meinen, so eine Art Bergkäse, gibts an jeder Käsetheke. Als Öl kann man Olive nehmen, aber auch Raps-, Sonnenblumen- oder was auch immer da ist. Raffinierter wirds mit Walnussöl oder Haselnussöl zum Beispiel. Aber die Kür kommt ja auch nicht vor der Pflicht und so bin ich beim Olivenöl geblieben.
Den Backofen auf 180 Grad vorheizen, die Eier mit der Milch und dem Öl in einer Schüssel aufschlagen. Mehl und Käse zugeben, mit Salz und Pfeffer würzen und aller verkneten. Klebt fürcherlich durch den Käse und die Eier an den Händen, deshalb alles am Besten mit einem Rührgerät vermischen. Das kann danach wenigstens in die Spülmaschine, die Hände nicht. Die müssen sonst wieder zur Maniküre. Den Teig in eine Backform füllen und sofort ab in den Ofen. 50 Minten reichen und fertig ist das Teil. Auf ein Gitter stellen, abkühlen lassen und stürzen. (weiter…)
Sunday, January 27th, 2008
Schon wieder was Süßes. Geht ganz schnell und ist wirklich süß! Nicht, dass ich das Blog in eine Anti-Fatfighter-Kolumne verwandeln will, aber im Moment ist mir halt des öfteren nach was Zuckrigem. By the way: Fatfighter. Wer kennt “Little Britain” mit Matt Lucas? Läuft in Deutschland auf Comedy Central, einem Comedy Kanal, der zur MTV Familie gehört. Eine Serie im Original von der BBC, die deutschen Synchronstimmen sprechen Oliver & Oliver (Kalkofe und Welke). Unbedingt anschauen, läuft leider in Konkurrenz zu Tatort am Sonntag Abend (da fällt die Entscheidung echt schwer). Aber im Netz bekommt man auch ne ganze Menge Videos der Serie zu sehen, fernsehunabhängig.. Zurück zur Birne. Back to the head.
Was an diesem Bild so toll aussieht, diese leckere Glasur, die so goldgelb schimmert, ist purer Zucker…ok, nicht ganz, ist auch noch Butter dabei. Damit es richtig auf der Hüfte kracht. Einfach eine Birne halbieren - sie darf nicht zu reif sein, lieber etwas grün noch, sonst zerfällt sie beim späteren Braten - und das Gehäuse ausstechen. Die Hälften mit Zitronensaft beträufeln, damit sie nicht sofort braun werden. In einer Pfanne braunen Zucker, etwas Wasser und 2 EL Butter schmelzen und zum Köcheln bringen. Die Birnenhälften mit der Schnittfläche nach unten hineinlegen und ca. 5 Minuten brutzeln lassen. Danach wenden und nochmal 2 Minuten von der anderen Seite braten. In jede Hälfte kommt eine Kugel Schokoeis (ich habe choc choc chip von Häagen Dazs genomen, da ist wenigstens richtig Schokolade drin und nicht nur Geschmacksstoff). Auf einem Teller anrichten und einen Teelöffel der Karamellsauce aus der Pfanne drumrum tröpfeln. “kreativ küche” empfiehlt noch, etwas fleur de sel darüber zu streuen, ich persönlich finde aber, das schmeckt widerlich und zerstört die ganze Süße. Deshalb gibts das Dessert ohne Salz. Ganz schön mächtig!
Tuesday, January 22nd, 2008
….mmmhhh lecker, braucht aber wirklich Zeit und ist nicht ganz einfach zu machen - dafür siehts himmlisch aus und schmeckt auch so! Frische Apfel Quark Törtchen. Ein wirklich perfektes Dessert für dass man allerdings einige Zutaten braucht, die man nicht unbedingt im Schrank hat - also ich jedenfalls nicht. Here we go! Als allererstes bitte Metallringe besorgen, die mindestens 5 cm hoch sind und im Durchmesser so zwischen 5 und 7 cm messen. Sie müssen hitzebeständig sein - im Fachhandel findet man so was. Beispiele seht ihr auf den Bildern unten!
Das Herauslösen aus den Ringen ist nicht ganz einfach und erfordert ein bißchen Fingerspitzengefühl. Am besten von unten ein wenig mit Fingern schieben und so nach oben aus den Ringen drücken. Für 6 kleine Törtchen braucht man für den Teig 100 gr weiche Butter, 50 gr Puderzucker, 1 TL gemahlenen Zimt, 1 Eigelb, 200 gr Mehl und Mehl zum Ausrollen des Teiges. Butter, Puderzucker, Zimt, Eigelb und Mehl verkneten, in Folie wickeln und 1 Stunde im Kühlschrank aufbewahren. Die Zeitangabe ist relativ. Natürlich kann man den Teig auch länger in den Kühlschrank legen und damit frisch halten, aber je mehr er durchkühlt, desto schwieriger wird es, ihn auszurollen. Dann muss man ihn erst mit den Händen wieder und wieder durchkneten, anwärmen eben, bis man ihn ausrollen kann. Deshalb habe ich auch als erstes geschrieben, dass man die Ringe besorgen soll. Denn die hatte ich nicht und bis ich sie endlich in einem Laden gefunden hatte, lag der Teig bei mir zwei Tage im Kühlschrank und war hart wie ein Stein. Ich habe einen Stunde gebraucht, bis das Zeug wieder einigermaßen weich war. Den Teig dann ausrollen, ca. 3 mm dick und einzelne Kreise mit den Ringen ausstechen und mit den Ringen bei 180 Grad etwa 10 Minuten goldbraun backen, auf Backpapier, sonst brennts an. Anschließend abkühlen lassen, Ringe müssen drum bleiben!
Die Törtchen sind so fluffig und locker schaumig in der Konsistenz - gaaaaaanz lecker, würde meine Freundin Sabine sagen, und die sagt nur die Wahrheit, schließlich arbeitet sie bei der besten Nachrichtensendung des deutschen Fernsehens. Gaaaanz objektiv! (weiter…)
Wednesday, January 16th, 2008
..nach all dem Gemüse jetzt endlich mal wieder was Süßes. Apfel-Tarte, ganz einfach und ganz lecker. Ich gestehe, ich habe 2 Stück gebacken und sie nach dem obligatorischen Fotografieren (mittlerweile wird bei uns nicht mehr des Essens wegen gekocht, sondern, weil es ne Fotosession gibt, sagt CR) auch beide verputzt. Zum Glück habe ich noch genügend Teig und Äpfel für ne 3, 4. und 5. Tarte.
Tarte ist ja so eine typisch französische Art für ein kleines Schnickischnacki Dessert. Eigentlich heißt das Rezept auch Tarte tatin, was soviel heißt, wie kopfüber gebackene Tarte - aber ehrlich gesagt, sehen dann die Äpfel so matschig aus am Ende, das ist nicht lecker. Was nützt mir ein schöner Blätterteig-Boden, wenn die Früchte daherkommen, als hätte ich sie gerade von einer Streuobstwiese aufgesammelt und zwar nach dem ersten Schnee. Nee, nee, bei einem Menschen schau ich ja auch nicht erst auf die Schuhe und dann ins… sagen wir mal Gesicht. Soll ja solche Leute geben.
Für eine kleine Tarte-Form (12 cm) reicht ein Apfel, schälen, Gehäuse raus und in Schnitze teilen. Backofen auf 200 Grad vorheizen, 50 gr braunen Zucker, 2 EL Wasser und 30 gr Butter - die gute :-) - in einer kleinen Pfanne aufkochen. Die Apfelschnitze hinein legen und ca. 2 Minuten köcheln lassen. Den Blätterteig - am einfachsten ist tiefgefrorener aus dem Supermarkt, den gibt es auch bereits als fertigen und zurechtgeschnittenen Boden - in die Tarte-Form legen. Sollte er zu groß/zu klein sein, einfach die Form umstürzen und den Teig zurecht schneiden. Die karamelisierten Äpfel darauf, etwas Karamellsauce dazugeben und ab in den Ofen. (weiter…)
Sunday, January 13th, 2008
…werden Schwarzwurzeln genannt. Habe ich lange nicht gegessen und deshalb dachte ich mir neulich im Supermarkt, na, die nimmste doch mal mit. Zumal sie meine Mutter früher im Garten bei uns zu Hause selbst angebaut hat und ich sie aus der Kindheit als leckeres Gemüse in Erinnerung habe, jedoch schon lange nicht mehr auf dem Teller hatte. Auch in Restaurants habe ich sie bislang gar nicht auf der Karte gesehen, vielleicht weil Schwarzwurzeln ein wenig kapriziös bei der Zubereitung sind. So, als wollten sie nicht gegessen werden, sie kleben, machen die Finger wirklich schmutzig und werden auch gleich braun und wirklich unansehnlich, wenn man sie nicht in Zitronen- oder Weißweinessig-Wasser badet.
Na jedenfalls habe ich mir größte Mühe gegeben und siehe da - sie sind weiß geblieben, musste ich das Bildbearbeitungsprogramm nicht allzu sehr bemühen. Was sie aber so besonders lecker gemacht hat, war das Sößchen - Orange/Senf. Da schlagen meine Geschmacksknospen selbst jetzt noch Salto. Für 2 Esser nimmt man 500 gr Schwarzwurzeln und schält diese. Wer hat, sollte Küchenhandschuhe anziehen. Ich habe hinterher meine Hände mit einem schnöden Küchenschwamm schrubben müssen, so unabwaschbar blieb der milchige Kleber, der beim Schälen austritt. Die Wurzeln sofort in einen Topf mit Zitronen- oder Weißweinessig-Wasser legen. Macht man das nicht, verfärben sich die Grazien gleich und sehen eher bescheiden aus. In ca. 5 cm lange Stücke schneiden und in einem Topf Salzwasser zum kochen bringen, darin 20-25 Minuten zugedeckt köcheln lassen, bis sie bissfest sind. In der Zwischenzeit gehts ans Sößchen, by the way: Wie schreibt man denn bitteschön verniedlichend Sauce?…Säucchen? - nee, das ist zu blöd, deshalb bleibe ich diesmal bei der Soße, auch wenn ich sonst Sauce schreibe. Dazu braucht man 1 Schalotte, 1 kleines Stück Ingwer (2 cm), ein paar Stängel glatte Petersilie, 1 unbehandelte Apfelsine, 1 EL Butter und 2 TL Zucker, des weiteren 50 gr Creme fraiche, 1 TL körnigen Senf und Salz und Pfeffer. (weiter…)
Wednesday, January 9th, 2008
Der Mensch muss sich auch belohnen können. Ganz besonders beim essen, finde ich. Das heißt nicht, dass es immer opulent oder satt machen muss - eine Redewendung, die mir aus meiner Kindheit noch in den Ohren hallt…Bist du auch schön satt?…. Sondern eher, dass man sich Zeit nimmt, etwas selbst zu backen, zu braten, zu kochen, mit eigenen Händen und Inspiration und damit Freunden oder der Familie so ganz nebenbei noch eine Freude macht, weil man sie dann einlädt, mit einem zu schlemmen. Und jetzt kommt mein neues Waffeleisen ins Spiel. Dieses Ding ist doch tatsächlich in der
Lage, diese kleinen leckeren, knusprigen Dinger herzustellen, die man allerdings schnell essen muss, denn 1. werde sie schnell kalt und 2. irgendwie so pappig, wenn sie kalt werden. Ich habe einfach Puderzucker darüber gestreut und die Waffeln mit Schokoladenblättern belegt, ok, zugegeben, nicht die raffinierteste Art, keine haute cuisine, verdient keinen Stern - obwohl, manchmal ist das Einfache das Beste.
Und das Rezept ist so einfach: (für 20 Waffeln)
250 gr Butter, 200 gr Zucker, 2 Päckchen Vanillezucker, 500 gr Mehl, 5 Eier, 2 TL Backpulver, 400 ml Milch. Einen Teil des Mehls kann man auch durch Haferflocken oder Vollkornmehl ersetzen. Der Teig geht so: Butter schaumig rühren, Zuckern, Vanillezucker und Eier zugeben und verrühren. Mehl und Backpulver unterrühren. Milch nach und nach zugeben und alles mit einem Mixer auf der höchsten Stufe schön verrühren. Den Teig kann man beliebig verändern, je nach Gusto, mit Nüssen, Äpfeln, Mandeln, Vanille, Zimt oder eben auch deftig mit Schinken und Zwiebeln zum Beispiel.
Tuesday, January 8th, 2008
Was soll ich sagen - ich bin immer noch erkältet. Die basische Suppe hat nicht geholfen, jedenfalls nicht signifikant und nicht bei meinem Naturell. Mist. Bin wahrscheinlich völlig übersäuert und sollte das Zeug eimerweise trinken. Muss ich jetzt doch ein Erkältungs- und ein Dampfbad nehmen. Und hinterher esse ich den Pichelsteiner Eintopf, den ich mir gemacht habe. So ein richtig herrlicher Winter-Eintopf mit Rindfleisch, Speck, Rosenkohl (i love!!!), Kartoffeln und Äpfeln. Dabei fällt mir ein - wo kommt eigentlich der name Pichelsteiner Eintopf her. Sagt man einfach so dahin - aber wo ist das Kaff? Recherche….gegoogelt - und - NIX. Zwar gibt es knapp 4000 Suchergebnisse für Pichelstein, doch keines davon trifft auf den Eintopf oder ein Dorf dieses Namens zu. Komisch.

Eine WDR Seite weiß immerhin, dass die Suppe wohl im bayrischen erfunden wurde. Und tadaa, Pichelsteiner Eintopf eingegeben - siehe da mehr als 18 tausend hits - und das Ding ist lokalisiert. Wiki sei Dank. Hier die Basics: 1894 erstmals in einem Kochbuch erwähnt, vermutlich nach dem bayrischen Dorf Büchelstein benannt, da man in der Gegend das Ü wie ein I aussprach. Jedenfalls war Auguste Winkler, eine Wirtin, die Erfinderin dieser leckeren Suppe. Kann man nur zu gratulieren, auch wenn sie schon hin ist. Bis heute gibt es in Regen (Stadt in Bayern, Anm. d. Autors) ein Fest, welches dem Eintopf huldigt. Bayern halt. Machste nix. Egal - lecker isses. Und geht so: Für 4 Esser braucht man ca. 600 gr magere Rinderbrust - Feinschmecker nehmen Rinderfilet - muss aber nicht sein. Weiter Butterschmalz, Salz, Pfeffer, 100 gr Räucherspeck in sehr dünnen Streifen, 200 gr Pastinaken (da sind sie wieder!) oder Petersilienwurzeln, 250 gr Möhren, 400 gr Kartoffeln, 400 gr Rosenkohl, 1 großer säuerlicher Apfel, gemahlenen Kümmel, einen dreiviertel Liter Fleischbrühe, einen viertel Liter naturtrüben Apfelsaft, 2 Zwiebeln, 1 EL Öl, 1 EL Butter und einen Bund glatte Petersilie. (weiter…)
Monday, January 7th, 2008
..ich habs mir heute Abend auf dem Sofa richtig gemütlich gemacht, bei 3 Tassen basischer Suppe und der neuen ARD Krimi-Reihe “Mord mit Aussicht”. Viertel nach 8 - Fernsehen statt Bauch, Beine, Po wie sonst üblicherweise Montag Abend. Basische Suppe? Was? Wusste ich bis heute nachmittag auch nicht, dass es so etwas gibt. Und habs ausprobiert.
Der Grund: Mich packte so ne leichte Erkältung, oder sagen wir mal: ne Ahnung davon. Kurz: Ich glaube, ich werde krank, kann man jetzt hypochondrisch finden oder aber sich ne basische Suppe machen. OK. Basische Suppe. Kennt man wahrscheinlich vom Fasten, Körper reinigen und entschlacken. Basisch wirkt alles - wer erinnert sich noch an den Chemieunterricht in der Schule? - was entsäuert. Um es kurz zu machen: viel Obst und Gemüse. Eine Kollegin meines Freundes schwört bei einer Erkältung auf folgendes Rezept: In einem Liter stillem Mineralwasser (ich hab Vittel genommen, ist aber wahrscheinlich pillepalle, weil egal) mehrere gewaschene aber ungeschälte Möhren, einen halben geschälten Sellerie, eine ungeschälte Zwiebel und mehrere ungeschälte aber gewaschene Kartoffeln zum Kochen bringen und dann 45 Minuten vor sich hin köcheln lassen. Wichtig: Nur Bio Gemüse verwenden und das Ganze nicht würzen. Ach ja - und mehr Kartoffeln als Möhren sollen es sein. Jaja, schon bei der Beschreibung läuft einem das Wasser im Mund zusammen, ich weiß. Man sehnt das Geschmacksfeuerwerk auf der Zunge förmlich herbei. Es bleibt aus, soviel sei verraten. Und auch farblich überzeugt das Süppchen nicht völlig. Deshalb gabs bislang auch nur ein Foto der Ausgangsprodukte. (weiter…)