San Francisco Mornin´ Dip

Saturday, April 18th, 2009

Dip mit JoghurtDie Vorstellung, dass ich diesen Dip in SFO gerührt habe, dass ich ihn dort gekauft habe, dass ich dieses kleine Glas irgendwo im Castro für ein paar Dollar in einem Öko-Laden mitgenommen habe, ist zu schön, um wahr zu sein. Ich habs hier in Hamburg auf dem Eppendorfer Weg gekauft in einem meiner neuen Lieblingsläden mit dem schönen Namen RuBios. Ich weiß nicht, wer Ru ist, vielleicht die Besitzerin, vielleicht heißt sie ja Ruth. Die Lebensmittel sind alle in Bio-Qualität. Das Angebot reicht von Wurst, Käse bis hin zu Ölen, Pasten und eben diesem Dip. Dazu kann man in einer Ecke alles verkosten und Kaffee trinken und Kuchen essen. Und drumrum sind noch jede Menge andere Läden, in denen man leckere Lebensmittel bekommt, zum Beispiel ein vom Feinschmecker gelisteter Laden, der ganz besondere Kaffeesorten, Tee und Schokoladen verkauft, nämlich die Kafferösterei Burg - alles im Eppendorfer Weg 252. www.kaffeeroesterei-burg.de

fertiger Dip

Aber zurück zu meinem Morgendip. Die rote Farbe kommt von den getrockneten Tomatenflocken. Dazu sind noch Knoblauch, Salz, Paprika, Oregano, Basilikum, Zwiebeln und Sojaöl in Bestandteilen in diesem Gemisch enthalten. Da alles ohne Konservierungsstoffe und Geschmacksverstärker hergestellt worden ist, muss man den Dip erstens schnell aufbrauchen und zweitens schmeckt er nicht nach E sonstwiewas, sondern nach Gemüse. Einen Teelöffel rührt man am besten in cremigem Joghurt an, etwa 150 - 200 gr reichen. Das Ganze muss etwa 5 Minuten eingerührt ziehen, damit sich die Gemüseflocken entfalten können und der Joghurt den Geschmack annimmt. Natürlich kann man den Dip auch in etwas Wasser und Olivenöl anrühren, oder vielleicht in Creme fraiche oder Quark. Ich glaube, der Phantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Das Ganze dann auf Knäckebrot oder mit Baguette gegessen, ist sehr frisch und lecker und hat auch nicht viel Kalorien.  

Dip Im GlasDie Idee, dass ich diesen Dip in SFO gekauft haben könnte, lässt mich gleich nach einem Flugticket stöbern. 450 Euro hin und zurück. Soll ich?! Vielleicht - ganz sicher - gibts den Dip auch in Kalifornien und wenn nicht, macht man ihn frisch oder mit ganz anderen Zutaten irgendwo am Meer. Was für eine schöne Vorstellung.

Neues Kochbuch

Monday, June 23rd, 2008

Kochen für Leib und Seele“…weil Liebe doch auch durch den Magen geht” ist die Widmung eines wunderschönen Kochbuches, dass wir zur Hochzeit bekommen haben. Titel: Kochen für Leib und Seele, Verlag: Parragon, Einband: Roter Samt, Schrift: Goldprägung. Rezepte: bodenständige, reichhaltige Küche wie z.B. Lammeintopf mit Bohnen, Zwiebelhacksteak, Heidelbeerpudding mit Rum und Schokolade. Letzeters gefällt mir ganz besonders gut, werde ich demnächst ausprobieren.

Geräucherter Saibling

Saturday, June 7th, 2008

SaiblingIch bin von einer 5tägigen Paddel-Tour durch Mecklenburg zurück. Müritz-Nationalpark, obere Havel und Alte Fahrt, also der früheren Frachtschiff-Verbindung von der Havel zur Müritz, bevor die Müritz-Havel-Wasserstraße als Schneise durch Mecklenburg geschlagen wurde. Um es kurz zu machen, jeden Tag 30 Grad, wolkenlos, einsame Seen mit Motorboot-Verbot, also Ruhe, Ruhe, Ruhe und jede Menge frischer Fisch. In mir feiern die Omega 3 Fettsäuren wahrscheinlich fröhliche Feste, denn ich habe jeden Tag locker ein Kilo geräucherten, gebratenen oder eingelegten Fisch gegessen, außer zum Frühstück eigentlich immer. Aal, Wels, Forelle und Saibling und der hat es mir besonders angetan. Ich kannte den Fisch bislang eigentlich nur aus relativ guten Restaurants und war überrascht, wie alltäglich er doch in Mecklenburg gegessen wird, klar, hier wird er ja auch gefangen. Die erste Begegnung mit der Delikatesse hatte ich beim Fischer von Babke. Paddelt man aus Richtung Wesenberg zur Havelquelle, kommt man zwangsläufig beim Fischer vorbei, denn hier muss man sein Boot wegen eines kleinen Wehres mit einer Lore umtragen. Da liegt eine Pause nahe. Zwei Frauen - die Frauen der Fischer vermutlich - verkaufen das, was ihre Männer tagsüber aus den Seen der Umgebung holen und einige zugekaufte aber selbst geräucherte Arten. Geräuchert wird im Hof mit Eichen- und Erlenholz. Das Fleisch der Fische ist lachsfarben, rosa, rosé, der Geschmack intensiv und mild zugleich. Eine Mischung aus Lachs und Forelle - und hier ganz sicher ganz frisch. In der “Süddeutschen Zeitung” war just heute auch ein Saibling-Rezept abgedruckt: Irischer Saibling mit Belonaustern in Champagnersauce und mit jungem Lauch. Also, ich sag mal so: in Mecklenburg ißt man geräucherten Saibling mit einem Brötchen. Das ist so ehrlich und einfach wie dieser Landstrich, so gerade und unkompliziert wie seine Menschen. Und damit man sich ein Bild vom Lebensumfeld des Saiblings machen kann, hier noch ein Bild von einem der vielen Seen. Kann man auch Urlaub machen oder?!

See

Kleiner Helfer

Monday, May 5th, 2008

Es gibt so viele Gimmicks, die man kaufen kann, und die einem dann angeblich sensationell die Arbeit im Haushalt erleichtern. Die meisten braucht kein Mensch, aber dann entdeckt man immer wieder kleine Helfer, die doch Sinn machen, auch wenn sie “nur” was Schönes zaubern. Sprich für den Geschmack eines Essens sind sie völlig unerheblich, aber das Resultat sieht eben einfach so viel besser aus! So geht es mir derzeit mit dem Julienne-Schneider.

Julienne-SchneiderGesehen und ausprobiert habe ich das Teil zum ersten Mal beim Besuch eines Freundes in Bonn und am nächsten Tag gleich gekauft. Besonders sinnvoll ist es für mich, weil man damit Möhren, Rettich etc. in ganz feine lange Fäden oder Streifen schneiden kann (nachdem man sie geschält hat). Da ich asiatische Suppen liebe, und lange Möhrenstreifen oder ähnliches darin ganz besonders gut aussehen, habe ich mir den Julienne-Schneider zugelegt. Ich weiß gar nicht mehr, was er gekostet hat, hergestellt haben ihn die Jungs und Mädels von Victorinox, das sind die Leute, die auch Schweizer Messer machen. Gell, scharf ist das Teil allemal. Ausprobiert habe ich es auch schon, bei einer Gemüsebrühe mit Seidentofu und Rettich. Kommt als nächster Post. Ganz was Feines.

Kakao-Granité auf Orangenjoghurt

Thursday, May 1st, 2008

Food&GlasDa habe ich mir doch wieder mal ein schickes Kochbuch gegönnt. In einer Buchhandlung in Suhl in Thüringen habe ich die Ausgabe “Food & Glas” aus dem Christian Verlag aufgestöbert. Davon besitze ich bereits “Terrinen & Pasteten” und “Cake & Kuchen”, zwei Ausgaben, die ich sehr liebe. Denn in den Büchern dieser Reihe sind nicht nur ausgefallene Rezepte, sondern sie sind auch einfach und klug erklärt und das Wichtigste: Das Essen schmeckt raffiniert! Da habe ich letztens ein galaktisches Dessert probiert - Kakao-Granité auf Orangenjoghurt. Zugegeben: Es ist recht anspruchsvoll in der Herstellung, aber ein echtes Aha-Erlebnis für die Zunge, die kleine….und wenn man einmal weiß, dass Granité nichts anderes ist, als gefrorenes Zuckerwasser, hat der schicke Name auch schon seinen Schrecken verloren.

Für vier Portionen Dessert braucht man 75 gr Zucker, 2 EL Kakaopulver, 2 EL Rum, die Schale und den Saft von 3 unbehandelten Orangen, 1 Vanilleschote, einen halben TL gemahlenen Zimt, eine halbe Chilischote, 2 Sternanis, 3 Kardamomkapseln und 300 gr Joghurt (1,5% Fett). Dabei fällt mir ein: Als ich einkaufen war für das Essen, suchte ich angestrengt nach Kardamom im Gewürzregal und auf die Frage danach belehrte mich eine Gewürzhandelsfachkraft, Kardamom sei ja nun wirklich ein Weinachtsgewürz und im April schon lange nicht mehr im Handel. Fehlte eigentlich nur noch, dass sie ein “Blöder Kunde”-Schild auf der Stirn trug. Ich habs dann im Feinkost-Laden geholt. Blöder HIT-Markt! Aber god shave the Queen und sämtliche Gewürzhandelsfachkräfte. Geschenkt!

Der kleine süße-orangen-herbe Schmackofatz kommt folgendermaßen in Eure Gläser: Den Zucker mit 250 ml Wasser in einen Topf geben und aufkochen. Vom Herd nehmen, Kakao und Rum unterrühren und abkühlen lassen. Dann in eine flache Form/Gefäß gießen und 5 Stunden ins Gefrierfach stellen. Gelegentlich umrühren. In der Zwischenzeit die Orangen waschen, die Schale abreiben, danach die Früchte halbieren und auspressen. Den Saft, die abgeriebene Schale und die Gewürze in einen Topf geben und einkochen, bis eine Art Sirup entsteht. Dann abkühlen lassen und die Gewürze entfernen. Den Joghurt und den Sirup miteinander vermischen .

Kakao-GranitéVier Gläser jeweils mit der Joghurt-Masse befüllen. Ich habe dazu meine Ramazotti-Gläser genommen, die sich hervorragend eignen. Die Kakao-Mischung aus dem Gefrierfach nehmen und auf dem Joghurt verteilen. Besonders schön sieht es aus, wenn man die Kakao-Granité Portionen entweder mit einem Eisportionierer oder einem Kaffeelöffel auf den Joghurt legt. Dann bleibt die Eismasse schön rund und wirkt nicht so zerbröselt. Das Dessert sofort servieren, denn der Kakao-Spaß zerläuft recht schnell.

Weißes Porzellan

Monday, April 28th, 2008

Am Liebsten mag ich persönlich ja eine festlich gedeckte Tefel, wenn sie nur mit weißem Porzellan eingedeckt ist. Ich weiß nicht warum, aber all die Muster, Blüten, Dekors mag ich nicht. Und nun ist ja weiß auch nicht gleich weiß, wird jeder wissen, der schon mal ein Ersatzteil für etwas Zerschlagenes kaufen musste. Für alle Weiß-Liebhaber habe ich da einen Tipp! Bei einem Bummel über die Berger Straße in Frankfurt bin ich wieder mal in einem Laden schwach geworden, den ich schon länger sehr mag, denn er verkauft nur weißes Porzellan, und davon jede Menge.

weißes PorzellanNicht nur Teller und Tassen, sondern auch Eierbecher, kleine Töpfe für Brotaufstriche, Tarteförmchen, Buttermesser mit weißen Porzellangriffen, sogar Seifenschalen fürs Bad. Was man eben so braucht für den Haushalt - oder auch nicht, aber aus unerfindlichen Gründen haben muss. Ach - und wunderschöne Gläser aus einer französischen Manufaktur haben sie auch. Naja, jedenfalls habe ich dort für Umsatz gesorgt und dachte mir, das könnte ja auch ein ganz schöner Tipp für die eine oder den anderen Leser hier sein. Wen es interessiert: weissundco.de

Büffelschinken

Friday, April 25th, 2008

Wasserbüffel sind ja eigentlich nur dafür bekannt, dass sie die Milch für Büffelmozarella liefern und in Asien Reisfelder pflügen. Zumindest für mich war das so bis zu meinem Besuch im Bio Supermarkt gestern. Da lag in der Fleischtheke so eine Art Bündner Fleisch, das mir die Verkäuferin als Büffelschinken angeboten hat. Mit meiner Vermutung, es sei Bündner Fleisch lag ich wohl nicht so ganz falsch. Denn Bündner Fleisch ist ja auch vom Rind.

BüffelschinkenDas Fleisch ist extrem mager und 6 Wochen in Wein und Gewürzen eingelegt worden und abgehangen. Nun bin ich kein Schinken-Experte, aber der Büffel-Schinken hat einen extrem leckeren, würzigen, fast herben und dabei herzhaft-aromatischen Geschmack. Nicht zu vergleichen mit Supermarkt-Gedöns. In ganz dünne Scheiben geschnitten schmeckt er gut zu frischem Walnuss-Brot, zum Beispiel. Der Schinken, den mein Bio-Supermarkt hier in Leipzig verkauft, stammt von einem ökologischen Büffelhof namens Bobalis in Jüterbog/Brandenburg. Wer auch mal Büffelfleisch oder Mozarella probieren möchte, schaue auf Bobalis.de, für mich war es wirklich eine Entdeckung, die sich gelohnt hat!

Clotildes neues Buch

Wednesday, April 23rd, 2008

Mein Blog-Vorbild ist so produktiv! Seit heute ist ihr neues Buch auf dem Markt - vorerst nur in Nordamerika und sie ist auf Lese-Tour - klar, auch nur in den USA. Aber es lohnt sich, reinzublättern! Schaut auf chocolateandzucchini.com!